Ukraine - Russland · AKTUELL
UN dokumentiert 1,004 Fälle konfliktbezogener sexualisierter Gewalt – 89% russischen Behörden zugerechnet
Der am 18. September veröffentlichte OHCHR-Bericht erfasst für den Zeitraum 24.02.2022 bis 31.07.2026 insgesamt 1,004 verifizierte Fälle. 89% ordnet er russischen und 11% ukrainischen Behörden zu.
Beide Konfliktseiten werden getrennt dargestellt; anschließend folgt eine sachliche neutrale Einordnung.
Ukrainische Darstellung
Das ukrainische Außenministerium begrüßte den Bericht und erklärte, er zeige das Ausmaß russischer Menschenrechtsverletzungen sowie ukrainische Gegenmaßnahmen. Auf die 11% der Fälle, die ukrainischen Behörden zugerechnet werden, ging die Erklärung laut Reuters nicht direkt ein.
Russische Darstellung
Russlands ständige Vertretung in Genf lehnte Reuters zufolge eine Stellungnahme ab. OHCHR erklärt, Russland habe keinen Zugang zu besetzten Gebieten, Kriegsgefangenen und zivilen Gefangenen gewährt und Anfragen nicht beantwortet.
Neutrale redaktionelle Einordnung
Die Werte sind Zuordnungen des UN-Menschenrechtsbüros auf Grundlage dokumentierter Fälle, keine gerichtlichen Schuldsprüche. OHCHR betont, dass sexualisierte Gewalt stark untererfasst ist und die 1,004 Fälle deshalb kein vollständiges Bild ergeben.
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