Israel - Gaza · NEU
WFP kürzt Gaza-Hilfe für 500.000 Menschen
Das Welternährungsprogramm reduzierte die Zahl der Menschen mit Unterstützung in Gaza wegen Finanzierungslücken von 1,6 Millionen auf 1,1 Millionen. Rationen wurden halbiert, Barhilfen gekürzt und täglich 100.000 warme Mahlzeiten weniger ausgegeben.
Beide Konfliktseiten werden getrennt dargestellt; anschließend folgt eine sachliche neutrale Einordnung.
Israelische Darstellung
Israels Außenministerium erklärte bereits im Juli, Israel beschränke die Einfuhr von Lebensmitteln nicht und habe seit der Waffenruhe die Einfuhr von mehr als 1,8 Millionen Tonnen ermöglicht. Zu den am 18. Oktober genannten WFP-Kürzungen gab es zunächst keine unmittelbare israelische Stellungnahme.
Gaza-/palästinensische Darstellung
WFP-Vertreter Carl Skau sagte bei einem Besuch in Gaza, die Lage sei brutal und manche Menschen äßen nur einmal am Tag. Nach WFP-Angaben wurden Barhilfen für 75.000 Familien gekürzt und die täglichen warmen Mahlzeiten von 250.000 auf 150.000 reduziert.
Neutrale redaktionelle Einordnung
AP gibt die aktuellen WFP-Zahlen direkt wieder; UN-Organisationen hatten bereits im Juli vor auslaufender Finanzierung und einem Rückfall in schwere Ernährungsnot gewarnt. Die neuen Kürzungen werden mit Finanzierungslücken begründet und belegen für sich allein keine neue israelische Grenzmaßnahme. Ihre Folgen treffen jedoch eine Bevölkerung, die überwiegend auf Hilfe angewiesen ist.
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